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TRO-Tage der 6c in Zinnowitz – St. Otto-Heim vom 30.05. bis 1.06.11

Die TRO-Tage standen unter dem Thema „Spuren hinterlassen“. Herr Dr. Socha konnte uns leider nicht durch die Tage begleiten, deshalb setzten Frau Flor und ich die inhaltlichen Schwerpunkte.

Montag: Wir kamen gegen Mittag im St Otto-Heim an. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem ersten Erkunden des Geländes kamen wir zusammen, um Kuchen und Kakao zu uns zu nehmen.

Danach versammelten wir uns im Stuhlkreis und führten das Thema „Spuren hinterlassen“ ein. Der erste Impuls war, zu überlegen, wo überall Spuren hinterlassen werden. Die Antworten reichten von Bremsspuren über Spuren im Internet bis zu Spuren der Erinnerung. Eine weitere Frage war, welche Spuren im näheren Umkreis zu finden seien und worauf diese schließen lassen. Auf dem ersten Spaziergang zum Meer sollte jeder eine Spur entdecken und festhalten, indem er sie sammelte, fotografierte oder beschrieb.

Nach der Exkursion versammelten wir uns wieder im Stuhlkreis und berichteten von dem Entdecken fremder Spuren. Mitgebracht wurden unter anderem Kienäpfel, eine teure, fast volle Tube Sonnenmilch französischer Herkunft, Baumrinde, eine Feder, eine Muschel, ein geflochtenes Seil etc. Berichtet wurde außerdem von Möwenspuren, Pferdeäpfeln, heruntergefallenen Ästen etc. Die mitgebrachten Spuren wurden in der Mitte des Stuhlkreises gesammelt. Nach dem Abendessen gingen wir mit dem Rektor Herrn Sommer ans Meer und genossen den Sonnenuntergang.

Herr Sommer hielt am Strand mit uns eine Andacht, in der er auf die Spuren im zwischenmenschlichen Bereich, die Bedeutung eines freundlichen Lächelns und den auf Gott gerichteten Blick zu sprechen kam. Gemeinsam beteten wir das Vaterunser und waren auch auf dem Rückweg mit dem Thema Spuren beschäftigt.

Dienstag: Vor dem Frühstück versammelten wir uns im Stuhlkreis und hielten eine Morgenandacht ab, in deren Mittelpunkt das Gedicht „Spuren im Sand“ (Originalfassung Margaret Fishback Powers) stand.

Um 10 Uhr versammelten wir uns auf der Wiese und trugen noch einmal zusammen, was wir durch das Nachgehen der Spuren herausfinden konnten. So waren die abgebrochenen Äste z.B. die Folge der großen Schneelast vom letzten Winter, der Baumbestand wurde besprochen, das Verhalten der Möwen und anderer Vögel, ebenso wurden Paläontologen, Archäologen, Kriminologen, Förster etc. als Berufe genannt, in denen die Spurensuche eine wichtige Rolle spielt. Zum Schluss wurde Bezug genommen auf die Andacht am Vorabend und der Bogen zu den Spuren im zwischenmenschlichen Bereich geschlagen.

Danach gingen wir in den Bastelraum, wo die Schüler zunächst ihrem zufälligen Tischnachbarn, dann möglichst jedem Kind der Klasse auf ein Blatt schreiben sollten, welche positive Spuren der jeweilige Mitschüler bei ihnen hinterlassen hatte. Das konnte z.B. ein freundliches Wort, Trost, Hilfe, Freundschaft sein. Nach einer gewissen Zeit des stillen und intensiven Mitteilens konnte jeder Schüler beglückt von den Spuren lesen, die er bei anderen hinterlassen hat.

Im Anschluss daran wurde in Vierergruppen ein Plakat erstellt , für das jeder seine Fußspur ausschnitt. In der Mitte des Plakats stand: Ich habe Spuren hinterlassen als… Dieser Satz sollte in der Fußspur fortgesetzt werden, indem die Sätze der Mitschüler entsprechend umformuliert wurden. Die Fußspuren wurden aufgeklebt, das restliche Plakat eingekleistert und mit Sand versehen.

Da es an dem Tag sehr heiß war, verbrachten wir den Nachmittag in Zinnowitz und am Strand. Der vorgesehene Ausblick in die Zukunft wurde in die Schule verlegt. Abends fand eine Abschlussfeier in der Disco statt.

Mittwoch: Nach einer kurzen Morgenandacht, dem Austeilen der positiven Spurensammlung, Frühstück, hektischem Packen und Aufbruch war es eine Freude zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler erfüllt von den Erlebnissen der gemeinsam verbrachten Tage im Zug saßen und sich versonnen die Spuren, die sie bei den anderen hinterlassen hatten, auf ihren gelben Blättern betrachteten und gegenseitig vorlasen.

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